Kunstprojekt Bühse

Im Großen und Ganzen geht es um mehr – Wilhelm Bühse

Werkbeschreibung (Plastik)

Die Oberfläche der Plastik ist mit einem Hauch von Silikat überzogen und zwar so dünn, dass sie ihre Transparenz erlangt. Das Durchlässige des Lichts, das die Transparenz der Oberfläche definiert, ist für die Werkführung sehr wichtig. In einem ganz bestimmten Winkel zum Licht fängt die Oberfläche an, lebhaft zu werden. Sie reflektiert und spiegelt in vielen verschiedenen Fassetten der Farbreflexion.

Der Ausdruck des Lebens, als mein Ausdruck (unser Ausdruck), definiert sich im sozialen Dasein immer in einer Wechselseitigkeit, die nie das Lebenswerk in eine Richtung gehen lässt. Es gibt nicht immer nur ein Oben, sondern ein Ganzheitliches ringsherum. Dieses erschließt sich in der Werkinterpretation durch das Symbol des Runden (Organschaft). Die Organschaft in der zeitgenössischen Auseinandersetzung erfasst das Thema der Zersetzung, Auflösung. Die Auflösung als philosophische Richtlinie definiert sich als nicht endliche Wahrnehmung. Zeit und Raum, Zerfall, das soll das Werk in der Beobachtung des Betrachters sichtbar werden lassen, nichts ist unendlich. Dadurch wird die Unendlichkeit nicht mehr definiert, sondern sichtbar in eine Zeitposition gerückt. Die Zeit und der Zerfall werden sichtbar.

Begleiten Sie mit mir die Themen Zeit und Zerfall in der Möglichkeit, diese zu definieren. Beobachten Sie mit mir die Auflösung durch das Thema Zeit. Das Werk zersetzt sich, das Werk löst sich auf, es ist nur eine Frage der Zeit.

Auflösung ist der philosophische Ansatz dieses Werkes.

Über den Künstler:
Wilhelm Bühse wurde 1960 in Neumünster geboren. Er studierte Bildhauerei in Bremen und Hamburg sowie Proportionslehre und Farbtherapie in Hamburg. Er gewann mehrere Preise des Landes Schleswig-Holstein im Segment „Bildende Kunst“ und hatte bundesweit Ausstellungen in verschiedenen Galerien. Seit 2008 ist er Leiter der museumspädagogischen Abteilung der Gerisch Stiftung in Neumünster.